Fotos: Birgit Hahn Home Staging

Welche Rolle spielen unsere liebsten Vierbeiner, wenn das Haus oder die Wohnung verkauft werden soll?
In etwa 15 Millionen deutschen Haushalten lebt mindestens ein Haustier. Das heißt, in einem von drei Häusern oder Wohnungen gibt es einen tierischen Mitbewohner. Auch in meinem eigenen Haushalt gibt es ein Haustier: einen Hund. Dieser ist durchaus ein vollwertiges Familienmitglied, was bei den meisten Tieren in deutschen Haushalten der Fall sein dürfte.
Aber was haben nun unsere Haustiere mit Home Staging zu tun?
Nun, sagen wir mal, dieser Fakt bedarf einer ganz besonderen Berücksichtigung, wenn wir vorhaben unser Haus oder unsere Wohnung zu verkaufen: sie müssen nämlich leider draußen bleiben!
Zweifelsfrei finden viele Menschen Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und Co. nett. Und schwanzwedelnd von einem freundlichen Hund begrüßt zu werden, kann durchaus sympathisch sein, wenn man nicht gerade Angst vor Hunden hat. Aber seien wir doch mal ehrlich: der Vierbeiner verteilt ganz schön viele Haare im Haus, um den Vogelkäfig herum fliegen die Federn und das Katzenklo wurde just in dem Moment benutzt, in dem die Interessenten vor der Tür stehen und es riecht etwas …
Dies alles lässt den Interessenten zögern, er überlegt, ob dieses Objekt tatsächlich das Richtige für ihn sein kann. Schließen Sie diese Interessenten nicht aus, und schließen Sie auch nicht die zunehmende Anzahl von Menschen aus, die unter einer Tierhaarallergie leiden.
Quartieren sie Ihr Tier kurzfristig aus. Für den Fototermin und für Besichtigungen sollten Sie für eine Unterbringung außerhalb des Hauses oder der Wohnung sorgen. Bitten Sie den Nachbarn mit dem Hund Gassi zu gehen. Bringen Sie den Vogel- oder Hamsterkäfig zu Freunden. Bitten Sie jemanden für ein paar Stunden Ihre Katze bei sich aufzunehmen. Bereiten Sie diese Umquartierung vor. Gewöhnen Sie Ihr Tier an die Situation, dann wird es bei den Besichtigungsterminen für alle Beteiligten stressfrei ablaufen. Und denken Sie daran zu Hause auch das Körbchen und das Katzenklo wegzuräumen, dann wird das Haustier überhaupt kein Thema sein.
Natürlich ist das mit einem gewissen Aufwand verbunden. Zur Verdeutlichung, warum sich dieser Aufwand lohn, hier mal ein Beispiel:

Vorher:                                                                             Nachher:

Klar, auf dem Vorher-Bild ist der Hund kaum zu sehen, und er passt auch ausgezeichnet ins Farbkonzept 😉 Aber dennoch, das Nachher-Bild wirkt aufgeräumter und man fragt sich erst gar nicht, welches Tier dort auf der Decke lauert. Wegdenken funktioniert eben nicht, deshalb sollte das Thema Haustiere bei einer guten Immobilienpräsentation erst gar nicht aufkommen.
Herzliche Grüße
Ihre
Birgit Hahn